Freitag, 12. Januar 2018

Das Leben kann so shice sein

. . . man muss sich nur etwas Mühe geben.

Seit Oktober bricht ja so langsam aber sicher eine Säule im Leben nach der anderen weg. Gestern nun durfte ich zu einem Gespräch in der Firma antreten. Da ich mich über die Inhalte dieser Gespräche schriftlich zur Verschwiegenheit verpflichten musste nur so viel . . . es hätte besser laufen können. Deutliche besser. Ein Vielfaches besser. Aber sowas von besser.

Ich bin jedenfalls irgendwann heulend da gesessen und traute meinen Ohren nicht mehr. Mit meiner Psychologin in der Klinik habe ich im Anschluss daran gesprochen. Ich verlasse mich hier auf die ärztliche Schweigepflicht. Denn mit irgendwem MUSS ich darüber reden, um mein Gedankenchaos zu ordnen. Ich habe jetzt das Wochenende vor mir um nachzudenken, wie es weitergehen soll und muss. Nächste Woche muss ich eine Entscheidung getroffen haben.

Bis zum 20.Februar ist es nicht mehr weit hin.
Und das Arbeitsamt (BfA) hat ein paar Wochen Vorlaufzeit.

Außerdem schlage ich mich mit meiner Home-IT herum, die im Moment Probleme macht. Und wo ich (noch) nicht weiß, wie ich die beheben kann. Mal schauen, ob ein Bekannter von mir sich soweit mit Datenbanken auskennt, das sich dieses Problem in absehbarer Zeit beheben lässt. Vielleicht funktioniert irgendwas in meinem Leben ja doch mal . . .

Sonntag, 7. Januar 2018

The Universe versus Frau Matilda

. . . ein ungleicher Kampf, zum Scheitern gemacht.

Das Universum sitzt doch am längeren Hebel. Das fühlt sich leider nicht nur so an. Kurz vor dem Jahreswechsel erhielt ich ein Schreiben der Krankenkasse, in welchem mir mitgeteilt wurde, das mein Anspruch auf Krankengeld am 22.Februar 2018 ausläuft und ich dann "ausgesteuert" werde. Und das ich mich SOFORT (fett geschrieben!) beim Arbeitsamt zu melden hätte, da ich sonst jegliche weiteren Anspruch verlieren würde.

Nun ja, laut Arbeitsamt hätte das nicht SOFORT sein müssen, binnen 4 Wochen ist der "normale" Zeitrahmen. ich frage mich, warum man dann dieses Wort wählt. . . SOFORT. Egal. Fakt ist, das ich ab dem 23.Februar nicht mehr krankenversichert sein werden. Außer ich bin a) arbeitslos gemeldet, oder b) Vollzeit wieder in Lohn und Brot.

Das war erst einmal eine Klatsche. Denn nach meiner Rechnung wäre dieser Fall erst Ende März eingetreten - 6 Wochen später. Was ich nicht wusste ist die Tatsache, das der Zeitraum der Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber mitgerechnet wird, obwohl ich in diesem Zeitraum kein Krankengeld beziehe. Somit erlischt der Anspruch nun 6 Wochen früher. Das wird jetzt sportlich.

Ich arbeite momentan mit meinen Ärzten daran, das anstehende Gespräch in der Firma zu überstehen. Denn mich überfordert die ganze Situation völlig. Aber es hilft ja nichts. Egal, wie es mir geht - ich darf zwischen dem 23.Februar 2018 und den 25.August 2019 nicht mehr als 5 Wochen und 6 Tage aufgrund meiner Depressionen und der Angststörung krank werden. Sonst falle ich aus der Krankenkasse. Basta.

Hilft natürlich super bei Stabilisierung meiner Psyche. Ebenso wie der Anschiss der Sachbearbeiterin der Deutschen Rentenversicherung, Bayern Süd. ich hätte mich nach Ansicht dieser Damen bereits vor 7 Monaten (Minimum) bei ihnen melden MÜSSEN (!) um einen Anspruch auf Erwerbsminderungsrente zu bekommen. Öhm, noch vor 3 Monaten wusste ich nicht, das ich wieder in der Psychiatrie landen würde? Wie sollte ich mich dann vor 7 Monaten melden? Ich bin bis Mitte Oktober davon ausgegangen, noch vor Weihnachten wieder arbeiten zu können?

Egal. Isso. Ich stehe in meinem alltäglichen Kampf ums Überleben immer mehr mit dem Rücken an der Wand und weiß so langsam nicht mehr, warum ich eigentlich noch weiterhin kämpfe. Für was? Um mein kleines, beschissenes Leben mit Mühe aufrecht zu halten? Ja, ich habe meine Wohnung noch. Aber wenn ich wirklich in die Arbeitslosigkeit abrutsche, muss ich hier ausziehen. Den letzten Anker, den ich noch habe, könnte ich also auch noch verlieren.

Mein Ex hat mir fast alles genommen. Meine Wünsche, Hoffnungen, Träume. Jetzt nimmt mir die Krankenkasse auch noch den Rest. Wozu also kämpfen? In spätestens einem Jahr stehe ich vor dem sozialen Aus. Meine während der Krankheit entstandenen Schulden werde ich dann auch nicht mehr zahlen können. Vielleicht hätte ich doch Ende Oktober die Reißleine ziehen sollen.

Montag, 1. Januar 2018

Rückblickfragebogen

gefunden bei Soulweeper


Vorherrschendes Gefühl für 2018?
Panische Zukunfts-/Existenzangst.

2017 zum ersten Mal getan?
Ernsthaft über Suizid nachgedacht.

2017 nach langer Zeit wieder getan?
Mich in neue IT einlesen und -lernen müssen.

2017 leider gar nicht getan?
Motorrad gefahren.

2017 kein einziges Mal gegessen?
Junkfood. Ernsthaft - ein komplettes Jahr ohne Mäcces, BK oder ähnliches. Obwohl - Döner hatte ich. Aber ist das Junkfood?

Wort des Jahres?
Gleichstellung.

Zugenommen oder abgenommen?
Ab- und wieder Zugenommen.

Stadt des Jahres?
Stavoren . . . Google Maps

Alkoholexzesse?
Einen.

Davon gekotzt?
Jo.

Kurzssichtiger oder Weitsichtiger?
Definitiv kurzsichtiger/blinder geworden.

Mehr ausgegeben oder weniger?
Vermutlich mehr, bei geringerem Kontostand.
Sagt jedenfalls mein Bankmensch.

Höchste Handyrechnung?
64 €

Krankenhausbesuche?
Ja, bei einem Segelkollegen.

Verliebt?
Bis 20.Oktober lautete die Antwort - Ja, auch nach 5 Jahren noch. Inzwischen überwiegend verzweifelt.

Getränk des Jahres?
Adelholzener Mineralwasser.

Essen des Jahres?
Caesar Salad.

Am häufigsten angerufene Person/en?
Meinen Ex und meine Mutter.

Die schönste Zeit verbracht mit?
Mit meinem Ex auf dem Segelboot im Sommer.

Die meiste Zeit verbracht mit?
Mit mir selbst.

Song des Jahres?
Paranoid von Black Sabbath.

Spiel des Jahres?
Kniffel.

Buch des Jahres?
Die Bücher von Cay Rademacher (Capitaine Roger Blanc)

Film des Jahres?
Grießnockelaffäre

TV-Serie des Jahres?
The Big Bang Theory.

Erkenntnis des Jahres?
Das Leben ist shice.

Drei Dinge auf die ich gut hätte verzichten können?
Unausräumbare Mißverständnisse.
Den Satz "Ich betrachte unsere Beziehung als beendet".
Den zweiten Aufenthalt in der Psychiatrie.

Nachbar des Jahres?
Die in der Mitte und die gegenüber

Beste Idee/Entscheidung des Jahres?
Keine.

2017 war mit einem Wort?
Durchwachsen.

Freitag, 3. November 2017

I’m not here, this isn’t happening

.
Everything that happens is from now on
This is pouring rain
This is paralyzed.

re: stacks von Bon Iver

Nachdem meine Psychologin in den letzten Tagen eine zunehmende Verschlimmerung meines Gemütszustandes bemerkt hat (ach?) und sowohl sie als auch die Oberärztin sich so ihre Gedanken machen, wurde ich wieder in der Psychiatrie aufgenommen.

Mal schauen, wie lange es dieses Mal dauert, bis ich wieder ein Licht am Ende des Tunnels sehen kann. Und dabei nicht an einen nahenden Zug denke. Wobei das aber drei Lichter wären, nur mal so zur Info.

Dienstag, 31. Oktober 2017

there will always be a winner

.
Es gibt nur Gewinnen und Verlieren,
eines kommt nicht ohne das andere aus.

Janine Weger (*1985), deutsche Aphoristikerin

Da mein Jetzt-Ex irgendwann zwischen dem 29.09 und 12.10.2017 seine Entscheidung für die Trennung von mir getroffen hat, hatte er lange genug Zeit, sich an seine Entscheidung zu gewöhnen und (gut?) weiter zu leben. Ich hingegen bin der Verlierer in dieser Situation. Mir wurde es mitgeteilt und ich muss jetzt damit leben, das ich offensichtlich eine Belastung für ihn war. Er hat gewonnen.

Das idiotischte, das ich momentan mache, ist weiterhin meine DVDs als Iso-Images auf meiner externen Festplatte zu sichern. Angefangen habe ich damit auf Anregung von "ihm". Für unser gemeinsames Boot, für die geplante Auszeit in 1 oder 2 Jahren. Auch das ist aus bekannten Gründen hinfällig. Meine gesamte Zukunft ist hinfällig, meine Träume und Wünsche für die Tonne. Ich stehe jeden Tag vor dem riesigen Scherbenhaufen meines Lebens, bei dem ich nicht weiß von welcher Seite ich anfangen könnte, ihn zusammen zu puzzeln.

Die Medikamente helfen, wie erwähnt, zeitweise. Aber eben nicht im Schlaf. Meine Träume sind seit einigen Tage extrem intensiv - und immer träume ich von IHM. Jeder Traum ist wunderschön, und ich bin glücklich. Doch dann werde ich wach, und die Realität schlägt mir volle Kraft in die Fresse.

Jeden einzelnen verdammten Morgen erwache ich mit einem Schlag in den Magen. Jeden einzelnen verdammten Morgen liege ich im Bett und heule mir die Augen aus. Jeden einzelnen verdammten Tag stehe ich auf mit der Gewissheit, das mein Hirn mir nachts etwas vorgaukelt, das nicht der Realität entspricht.

Jeder einzelne verdammte Tag ist ein Kampf. Ein Kampf gegen die Tränen. Dagegen, nicht noch weiter in das Tal der Tränen abzurutschen. Dagegen, meine Tränen nicht noch öfter in Essen zu ertränken.

Bis jetzt verliere ich auch diesen Kampf.